Wideraufstieg der Gunzenhausener Herren60 in die Bayernliga im ersten Anlauf erreicht

GUNHerren602019

Ein Jahr nach dem schmerzhaften Abstieg der 55er-Mannschaft aus der Tennis-Bayernliga haben sich die Herren 60 des FC Gunzenhausen rehabilitiert. Die vorwiegend aus dem Stamm der ehemaligen „H 55“ bestehende Truppe holte sich dank des abschließenden 5:4-Erfolgs beim hartnäckigen Verfolger TSC Heuchelhof-Würzburg souverän die Landesliga-Meisterschaft in der Nordost-Staffel. Somit dürfen die Altmühlstädter in der nächsten Saison wieder in der Bayernliga aufschlagen.

Die Skepsis im FC-Lager vor dem Gastspiel am Main ist durchaus berechtigt gewesen. Fast symbolhaft für den Verlauf der Medenrunde 2019 musste auch in Würzburg personell improvisiert werden. Jochen Wagner hatte am Morgen des letzten Spieltags krankheitsbedingt abgesagt, für ihn sprang an Position sechs kurzfristig Vittorio Valdini in die Bresche. Der ging zwar hoch motiviert in sein Match, gegen den variabel agierenden Kurt Glosemeier setzte es trotzdem die erwartete Niederlage (0:6, 2:6).

Um nicht frühzeitig in Bedrängnis zu geraten, sollte der bis dahin ungeschlagene Edward Koczuba für den Gleichstand sorgen. Diese Rechnung ging allerdings nicht auf. Der Gunzenhäuser fand kaum zu seinem gewohnten Rhythmus, verletzte sich zu allem Überfluss auch noch an der Wade und zog am Ende gegen den starken Robert Schmitt mit 4:6 und 2:6 den Kürzeren. Zwischenstand 0:2 – wie gut, dass Wolfgang „Platte“ Schäfter einmal mehr die Nerven behielt und gegen Ronald Assmann den Anschluss herstellte (6:0, 6:2).

Mit einem 6:3-Endresultat hätte Heuchelhof den Spitzenreiter auf der Ziellinie abgefangen. Kein Wunder, dass die Platzherren noch spekulierten. „Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren!“, mutmaßte in seiner „Göttlichen Komödie“ bereits im frühen 14. Jahrhundert der italienische Dichter und Politiker Dante Alighieri. Mit der zweiten Welle des Clubs wurden alle Rechenexempel der Würzburger jäh zunichte gemacht. Werner Hofmann (7:6, 6:1 im Einser-Duell gegen Michael Kuhn), Gustav Nowotny (6:3, 6:3 gegen Hans Göss) und Uli Gruber (6:1, 6:2 gegen Stefan Heise) sorgten für klare Verhältnisse.

Gunzenhausen hatte den letzten ernsthaften Rivalen um den Titel entscheidend distanziert. Wegen etlicher Blessuren von Spielern auf beiden Seiten wurde auf die Austragung der Doppel verzichtet. Mit dem 5:4-Auswärtstriumph feierten die Mittelfranken den sechsten Sieg im sechsten Spiel und holten sich damit verlustpunktfrei den Titel.